23. November 2017

2. Interreligiöses Gebet in der Krankenhauskapelle Brebach


Zu einem Interreligiösen Gebet luden Buddhisten, Christen und Muslime in die Krankenhauskapelle Brebach ein. Dabei setzten sich die verschieden gläubigen Menschen für ein gemeinsames und friedliches Miteinander ein.

Das Treffen wurde musikalisch gestaltet vom „Jungen Chor Güdingen“, der Neuapostolischen Gemeinde  unter der Leitung von Klaus Dieter Weller.
Die Liedbeiträge passten zu dem Thema des friedlichen Miteinanders: „Verleih uns Frieden“ oder „Gott ist die Liebe“.
Auch die Wortbeiträge widmeten sich den Themen Nächstenliebe, Frieden und der Liebe unter den Menschen.
So sagte Naochika Sogabe von den Buddhisten: „Die ethische Grundlage des Buddhismus ist das Mitgefühl, das allgemein verstanden wird als der Wunsch, dass andere frei von Leid sind, und zu dem auch das Bewusstsein von Pflicht, Verantwortung und Respekt gegenüber anderen gehört.“ Ein Vorschreiben werde allerdings im Buddhismus abgelehnt, bestenfalls gäbe es hier Hinweise, wie „Gib einem Mann einen Fisch und du ernährst ihn für einen Tag. Lehre einen Mann zu fischen und du ernährst ihn für sein Leben.“ Ein ähnlicher Lehrsatz wurde auch von Claus Cleemann von der Neuapostolischen Gemeinde, diesmal aus der Bibel aufgegriffen: ‚Und Jesus stieg aus und sah die große Menge; und sie jammerten ihn, denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er fing eine lange Predigt an. Da nun der Tag fast vergangen war, traten seine Jünger zu ihm und sprachen: "Die Stätte ist einsam, und der Tag ist fast vergangen; lass sie gehen, damit sie in die Höfe und Dörfer ringsum gehen und sich etwas zu essen kaufen." Er aber antwortete und sprach zu ihnen: "Gebt ihr ihnen zu essen!”‘
Wie wichtig der Zusammenhalt oder auch die interreligiöse Zusammenarbeit ist, kam in dem Zitat von Sevdiye Erbay von der Muslimischen Gemeinde zum Ausdruck: „Es soll eine Gemeinde (von heiligen Lehrern) unter euch geben, die zur Wohltat einlädt und mit dem Guten befiehlt, und vom Bösen abhält. Diese sind es, die errettet werden.“ (Ali Imran, Vers 104).
Helmut Willems von der Katholischen Kirche sprach über das Doppelgebot der Liebe (Matthäus 22, 34-40) worin es unter anderem heißt „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ Zur Liebe sprach dann auch der evangelische Pfarrer Jirasek, der seinen Beitrag mit einem Zitat Martin Luthers schloss. Der Reformator soll Gott einen Backofen voll Liebe genannt haben, wozu Jirasek sagte: „daran habe ich eigentlich nie gezweifelt, nur, dass ich oft nicht wusste, wo der Ofen stand.“





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