12. Oktober 2018

Diakoniestiftung an der Saar unterstützt ausbildungsbegleitende Hilfen: 5000 Euro für berufsbezogene Sprachförderung


Mit 5000 Euro unterstützt die Diakoniestiftung an der Saar die Arbeit der Einrichtungen „Ausbildung jetzt“ (Abj) der Diakonie Saar in Neunkirchen, Saarlouis, Sulzbach und Völklingen. Damit kann für junge Auszubildende mit Fluchthintergrund berufsbezogene Sprachförderung finanziert werden.

„Bei Ausbildung und Beschäftigung von jungen Menschen mit Fluchthintergrund geht ohne das Beherrschen der deutschen Sprache nichts“, begründete der Vorsitzende des Beirats der Diakoniestiftung, Michael Burkert, am 11. Oktober bei der Übergabe eines Spendenschecks diese Entscheidung. Mit dem Förderprogramm werde zudem ein Beitrag zur Linderung des Arbeitskräftemangels in Handwerk und Wirtschaft geleistet.

 

Fast ein Viertel der jungen Menschen in Deutschland brechen ihre betriebliche Ausbildung ab. Das geht aus der Berufsbildungs-statistik des Bundes und der Länder hervor. Gründe dafür sind unter anderem gesundheitliche und persönliche Dinge, aber auch mangelnde Ausbildungsleistungen oder die falsche Berufswahl. Die Mitarbeitenden von „Ausbildung jetzt“  unterstützen junge Menschen dabei, einen passenden Ausbildungsplatz zu finden, und helfen, die anerkannte Ausbildung erfolgreich zu bestehen, etwa durch Stützunterricht und Beratung.

 

„Oft wissen Jugendliche nach ihrem Schulabschluss nicht, welche Berufswahl die richtige ist“, sagte Anne Fennel aus der Geschäftsführung der Diakonie Saar. „Statt eine Ausbildung zu beginnen, besuchen sie dann eine weiterführende Schule, obwohl es sinnvoll wäre, direkt in eine Lehre einzusteigen. Hier versuchen die Mitarbeitenden von „Abj“ schon frühzeitig den richtigen Weg zu finden.“ Und auch in der Ausbildungszeit selbst sei die Begleitung sehr wichtig. „Oft sind es Kommunikationsprobleme zwischen Betrieb und den Auszubildenden, die gelöst werden müssen“, erläuterte Fennel. Letztendlich profitierten beide Seiten von der Arbeit von „Abj“, die jungen Menschen und die Betriebe.

 Auch Betriebe werden unterstützt

Zielgruppe von „Abj“ sind Jugendliche und junge Erwachsene mit und ohne Migrationshintergrund. Sie werden von den Mitarbeitenden auf eine duale Ausbildung vorbereitet, in Ausbildung vermittelt und anschließend während der gesamten Ausbildung individuell sozialpädagogisch betreut. Dazu gehören auch die Kooperation mit den Berufsschulen, die Vermittlung von Stütz-, Förder- und Sprachunterricht. Auch Jugendliche, bei denen erst im Verlauf der Ausbildung Probleme auftreten, können in das Programm aufgenommen werden.

 

Betriebe werden bei der Auswahl der Auszubildenden unterstützt. Die Mitarbeitenden von „Abj“ stehen als Ansprechpartner zur Verfügung, entlasten bei Formalitäten und vermitteln bei Konflikten.

 

Auszubildende und Betriebe, die Hilfe benötigen, können sich an die  Diakonie Saar wenden.  Es sind noch Plätze frei. Kontakt: Thomas Reinelt, Telefon 0172 4580478 , www.diakonie-saar.de.

 

„Ausbildung jetzt“ wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds sowie Mitteln der saarländischen Landesregierung finanziert

 

 





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