17. März 2018

Evangelische Kirche in Bewegung


Auf der Frühjahrssynode des Evangelischen Kirchenkreises Saar-West im Lutherhaus der Kirchengemeinde Burbach stellten sich die Synodalen der 26 Gemeinden in Workshops zu vier Themenfeldern den Herausforderungen, wie sich Kirche in der heutigen Zeit reformieren muss.

Wie schaffen wir es, auf unsere Mitmenschen zuzugehen und Ihnen die Wichtigkeit des Glaubens in einer respektvollen Offenheit zu vermitteln? Welche Prioritäten müssen wir in der heutigen Zeit neu setzen? Auf der Frühjahrssynode des Evangelischen Kirchenkreises Saar-West im Lutherhaus der Kirchengemeinde Burbach stellten sich die Synodalen der 26 Gemeinden in Workshops zu vier Themenfeldern den Herausforderungen, wie sich Kirche in der heutigen Zeit reformieren muss. Basis bildeten dabei die 22 Thesen, die auf der saarlandweiten Reformationssynode im Frühjahr 2017 erarbeitet wurden, sowie die Thesen, welche die evangelische Studierendengemeinde ausgewertet hat. Superintendent Christian Weyer zeigte sich sehr zufrieden mit dem Tag: „Kirche muss sich verändern, wenn sie ihrem Auftrag gerecht werden will. Ich nehme konkrete Ansätze mit, die mich ermutigen, Themen anzugehen und Ideen gemeinsam weiterzuentwickeln.“

Sprachfähig werden und Position beziehen

„Wir müssen die Scham ablegen und unsere Sprachfähigkeit wiederfinden“, erklärte Pfarrer Thomas Bergholz aus einer Arbeitsgruppe zum Themenfeld „Wo bleibt Zeit für das Ewige?“ Viele Zugewanderte kämen mit einem starken Glauben. Sie forderten von Christen Informationen und Standpunkte zur Religion ein. Ähnliches erarbeitete auch die Arbeitsgruppe „Religionen respektieren“: Das christliche Profil müsse gestärkt werden, dass jeder Einzelne selbstbewusster in einem Dialog bestehen kann. Erst so sei eine Begegnung auf Augenhöhe möglich. Stellung zu beziehen und stärker politisch zu sein war auch in der Arbeitsgruppe „Lebt als Protestanten!“ zentrale Forderung. „Wir müssen öfters deutlich machen ‚Hier ist evangelische Kirche drin‘“, erklärte Miriam Lehberger.

Diakonie und Gemeinden stärker vernetzen

„Barmherzigkeit und Nächstenliebe verstehen wir als Grundprinzip der evangelischen Kirche“, betonte Pfarrerin Silke Portheine-Hofmann bei der Vorstellung der Ergebnisse ihrer Arbeitsgruppe. Dieses Grundprinzip sei die Basis dafür, Diakonie und Gemeinden stärker zu vernetzen. Dabei sollten bereits vorhandenen Strukturen stärker genutzt werden. Nicht immer müsse man Strukturen verändern. Denn, so kam es auch aus vielen Arbeitsgruppen, die Ressourcen müssten im Blick gehalten werden. „Wir müssen den Mut aufbringen, Schwerpunkte zu setzen und uns eventuell auch von Traditionen trennen“, sieht Bergholz als Bedingung für eine erfolgreiche Wandlung der Kirche.

Auf der Herbstsynode plant der Kreissynodalvorstand, die Ergebnisse von heute noch mal strukturiert vorzustellen und möglichst konkrete Maßnahmen zur Veränderung der evangelischen Kirche einzuleiten.





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