02. Juni 2018

Tag der Organspende


Der deutsche Tag der Organspende findet in diesem Jahr im Saarland statt. Menschen, denen ein Organ tranplantiert wurde, laden zu einem ökumenischen Dankgottesdienst am Tag der Organspende, Samstag, 2. Juni, um 10 Uhr in die Saarbrücker Ludwigskirche ein.

Den ökumenischen Dankgottesdienst „Organspende hat viele Gesichter“ leiten die Klinikseelsorger Erwin Graus vom CaritasKlinikum Saarbrücken und Peter Sorg vom Klinikum Saarbrücken. Organempfänger, Angehörige, an der Organspende Beteiligte sowie Transplantationsmediziner sind ebenfalls dabei und bringen ihre Gedanken und Anliegen ein: Es geht um die Not und Verzweiflung der Menschen, die auf ein Spenderorgan warten, und um die Freude über die neue Lebensqualität nach einer Transplantation. Es geht um Familien, die trotz tiefer Trauer an andere denken. Nicht zuletzt geht es um all diejenigen, die  zu Lebzeiten ihre Entscheidung getroffen haben. Eingeladen und herzlich willkommen sind Betroffene und ihre Angehörigen sowie alle Interessierten.

Im Anschluss an den Gottesdienst startet auf dem Tibilisser Platz ein Bühnenprogramm mit bekannten Musikern und informativen Talks. Ebenso gibt es dort Informationsstände und Mitmach-Aktionen. Ein besonderer Programmpunkt ist außerdem eine Baumpflanzung  im Rahmen der„Oase geschenkten Lebens“. Die Schirmherrschaft zum Tag der Organspende hat der neue saarländische Ministerpräsident Tobias Hans übernommen. Zudem wird die Veranstaltung  von der Stadt Saarbrücken unterstützt.

Der „Tag der Organspende“ hat seit 36 Jahren das Ziel, besonders viele Menschen auf das lebenswichtige Thema Organspende aufmerksam zu machen. Er  soll einen Anstoß geben, sich mit der Frage nach Organspende auseinanderzusetzen und eine Entscheidung zu treffen. Er ist ein Tag des Dankes und gleichzeitig auch ein Tag der Hoffnung für die Patienten, die immer noch auf ein Organ warten.  1983 haben Betroffene erstmals den Tag der Organspende ins Leben gerufen, nicht nur um über Organspende zu informieren, sondern auch, um ihrem Organspender und dessen Angehörigen symbolisch „Danke“ zu sagen. Seitdem findet er jährlich in einem anderen Bundesland statt.

Der Tag der Organspende wird als zentrale Veranstaltung von Organisationen und Institutionen um die Organspende und Organtransplantation ausgerichtet: Patientenverbände wie der Bundesverband der Organtransplantierten, der Bundesverband Niere und die Lebertransplantierten Deutschland organisieren gemeinsam mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und der Deutschen Transplantationsgesellschaft als feste Partner. Sie appellieren an alle, die sich noch nicht entschieden und erklärt haben: „Informieren Sie sich, entscheiden Sie sich – und sprechen Sie in der Familie darüber“. Die Entscheidung, per Ausweis sein Einverständnis für oder aber auch gegen eine Organspende zu geben, stellt eine große Hilfe für die Angehörigen dar. „Sie wissen dann einfach, was der Patient gewollt hat. Ansonsten stehen sie im Falle eines Falles alleine vor der Entscheidung, und das in einer ohnehin schon sehr belastenden Situation“, so die Erfahrung der Ärzte und auch der Klinikseelsorger. Die christlichen Kirchen sind sich darin einig, dass die Zustimmung zur Organspende ein großherziger Akt der Nächstenliebe ist.

www.organspendetag.de

 

 





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